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Bei schönstem Frühlingswetter lassen wir langsam die Stadt hinter uns, geniessen die Sicht auf den Katzensee und die Tundra-Landschaft um ihn herum. Auf ruhigen Wegen radeln wir den Furtbach entlang nach Westen, können es gar nicht fassen, dass wir jetzt endlich Urlaub haben und gewöhnen uns langsam an das Gewicht der bepackten Räder. Margrits Delite läuft ruhig wie gewohnt, dieses vollgefederte Tourenrad hat sich ja schon als optimales Fahrzeug für Margrit bewährt. Und das Fahrverhalten meiner Streetmachine ändert sich durch die zusätzliche Zuladung überhaupt nicht, sie liegt nur satter auf der Strasse. Wir nähern uns der Agglomeration des Städtchens Baden, erhaschen den ein oder anderen Blick auf die Limmat, bis wir den Fluss auf einer alten, überdachten Holzbrücke überqueren. Wir tauchen in die Altstadtgassen ein und müssen erstmal steil den Berg hoch, haben aber an einem Aussichtspunkt einen schönen Ausblick auf die Häuserzeile entlang des Flusses, mit all den Dachgärten und Balkönchen und Terassen. In Baden ist heute Markt und eine Guggenmusik spielt für allerhand bummelndes Publikum auf. Deswegen braucht's ein bisserl Nerven, bis wir da hindurch geschoben haben. Nach Baden kommt eine Passage an, über und neben grossen Verkehrsachsen und erst ab Brugg führt die ausgeschilderte Route direkt an der Aare entlang. Linkerhand wir allerhand re-naturiert, der Lauf eines kleinen Bächleins ist neu angelegt und ich kann mir gut vorstellen, wie das alles dann in ein oder zwei Sommern aussieht, wenn Flora und Fauna dort wieder Fuss gefasst haben. |
Langsam werden wir müde und wir beschliessen die erste Tagesetappe in Aarau. Das Hotel "Aarauer Hof" ist Partnerbetrieb der Gesellschaft Veloland, und wir staunen nicht schlecht, als wir eine nicht unerhebliche Ermässigung aufgrund der Tatsache bekommen, dass wir mit dem Velo unterwegs sind. Ausserdem sollen wir bitte mit den Rädern in die Eingangshalle kommen und dort erst abladen, das Personal wird die Räder dann anschliessend an einen sicheren Ort bringen! Das ist ja, wie soll ich sagen, wie bei den Reichen und Schönen, die mit ihren grossen Schlitten vorfahren und dem Boy die Autoschlüssel in die Hand drücken! Ich grinse so in mich hinein, besonders als einem älteren Paar die Spucke wegbleibt, weil uns solche Behandlung zuteilt wird, obschon wir rein äusserlich gesehen - verschwitzt wie wir heute nun mal sind - wirklich keinen Staat machen. Tja, wer kann, der kann... Beim Abendessen auf der Hotelterasse bekräftigt sich eine Beobachtung, die ich nachmittags während der Fahrt durch die Innenstadt Aaraus schon machte: es sind erstaunlich viele Raser mit Angeberautos unterwegs! Warum gerade hier? Als wir essen, mischt sich in das Dröhnen der Motoren auch noch der Tenor von penetrant lauten Kirchenglocken. Gekrönt wird das durch drei lauthals bis vehement diskutierende Personen am Nebentisch, die in einer slawischen Sprache etwas Wichtiges zu erörtern haben. Dabei will ich jetzt Ruhe! Oder so Trotzdem: es war ein gelungener erster Reisetag! |
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Start in den Morgen... | |||||
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...und wir werden auch nett verabschiedet | |||||
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Blaue Weiten locken | |||||
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Blick über Badens Dächer | |||||
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Mohnblume unterwegs | |||||
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Im "Aarauer Hof"... | |||||
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...sind wir willkommen | |||||
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